465woerter

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Über die Autorin, zweitausendachtzehn: „Jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.“ [Prediger Salomo 3, 1-8]. „Die Quelle weint in der Ferne ganz verzückt – / die Nymphe ists, die den Arm auf die Vase gelegt, / vom schönen Jüngling träumt, den ihre Welle gedrückt… / ein Hauch der Liebe hat die Nacht bewegt… / Und im Schauer der Bäume im heiligen Haine / stehn stolz die dunklen Marmorsteine / der Götter, an deren Fuß das Reh sein Nest bestellt, / und lauschen den Menschen und der unendlichen Welt.“ [Rimbaud] „(…) es gilt, eine Wahrheit zu finden, die Wahrheit für mich ist, die Idee zu finden, für die ich leben und sterben will. […] Ich will nun versuchen, den Blick ruhig auf mich selbst zu heften, und will beginnen, innerlich zu handeln; denn nur dadurch werde ich fähig sein, gleich wie das Kind sich bei seiner ersten bewußt vorgenommenen Handlung “ich” nennt, mich in tieferer Bedeutung “ich” zu nennen. (…) So sei denn das Los geworfen - ich gehe über den Rubikon!“ [Kirkegaard]. „Let me be surrounded by luxury, I can do without the necessities!“ [Wilde]. „„It’s impossible,“ said pride. „It’s risky,“ said experience. „It’s pointless,“ said reason. „Give it a try,“ whispered the heart.“ [unknown]. „Dagegen habe ich mich bemüht, der Bilder habhaft zu werden, in denen die Erfahrung der Großstadt in einem Kinde der Bürgerklasse sich niederschlägt. Ich halte es für möglich, daß solchen Bildern ein eigenes Schicksal vorbehalten ist. Ihrer harren noch keine geprägten Formen, wie sie im Naturgefühl seit Jahrhunderten den Erinnerungen an eine auf dem Lande verbrachte Kindheit zu Gebote stehen. Dagegen sind die Bilder meiner Großstadtkindheit vielleicht befähigt, in ihrem Innern spätere geschichtliche Erfahrung zu präformieren.“ [Walter Benjamin]. „A writer, I think, is someone who pays attention to the world.“ [Susan Sontag]. „People will forget what you said / People will forget what you did / But people will never forget how you made them feel.“ [Maya Angelou] Valeska Geesdorf. berlin*erin85. Studien der Kultur, Literatur, Ästhetik und Philosophie in Frankfurt (Oder), Amsterdam, Berkeley und Berlin.